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Dortmunder Innenstadt vor großen Herausforderungen: City-Runde berät über Maßnahmen

Themenbild: Pixabay

Dortmund. Der Wandel im Handel und der Weg in die Zukunft der Dortmunder Innenstadt standen im Mittelpunkt der City-Runde, zu der Oberbürgermeister Thomas Westphal erstmalig eingeladen hatte – digital, nach dem zuvor schon in kleineren Besetzungen Gespräche stattgefunden hatten.

Oberbürgermeister und Teilnehmern sind sich einig, dass die Dortmunder Innenstadt – wie andere Innenstädte auch – vor großen Herausforderungen steht. Die durch Corona bedingte schwierige wirtschaftliche Situation ist einer der Gründe. Die Innenstadt steht aber mit Blick auf geändertes Kunden-Verhalten, den Online-Handel oder veränderte Konsum- und Freizeit-Ansprüche vor einem massiven Wandel.

Man werde zwar erleben, dass viele Besucher nach einem Ende des Lockdowns – siehe Black Friday im vergangenen Jahr – wieder in die Innenstadt zurückkehren werden, gleichwohl blieben große Herausforderungen, damit die City weiterhin ihrer Rolle als Magnet für die Dortmunder und das Umland gerecht wird. „Uns ist allen klar“, so Oberbürgermeister Thomas Westphal, „dass die Innenstadt einen grundlegenden Strukturwandel durchlaufen wird. Mit ad-hoc-Maßnahmen und einer langfristigen Strategie werden wir uns nun auf den weiteren Weg zur Stärkung der Innenstadt begeben.“

Die Teilnehmer begrüßten die bereits initiierten Maßnahmen wie Studien zur künftigen Nutzung von Handels-Immobilien wie Kaufhof und Mayerscher, die baldige Einrichtung der Stelle eines City-Managers, die funktionale Fortschreibung des City-Konzepts 2030 sowie die Absicht, einzelne City-Quartiere detailliert in den Blick zu nehmen. Auch die bereits beschlossenen niederschwelligen Maßnahmen für ein Mehr an Aufenthaltsqualität wie mobile Grünflächen, bessere Beleuchtung und weitere Bänke sollen schnellstmöglich umgesetzt werden. Der OB führte aus, dass die Stadt auch an der Attraktivität der Wochenmärkte arbeite – und das auch in den Stadtbezirken.

Klar ist, dass die Vielzahl der Maßnahmen dem strategischen Ziel einer attraktiven Innenstadt dienen wird. Einzelne Programme für Handel, Gastronomie und Clubszene wie Heimspiel.Dortmund werden bereits umgesetzt oder sind wie der Clubfonds kurz davor umgesetzt zu werden. Dazu gehört auch das bestehende Angebot, die Flächen für die Außengastronomie ausdehnen zu können sowie die geplante Aufhebung der Sperrstunde. Aus der Runde wurden in diesem Zusammenhang die Themen Nachtleben als Standortfaktor, Sauberkeit, bewachte Parkplätze für E-Bikes und der Wunsch nach weiteren Events geäußert.

Oberbürgermeister Thomas Westphal nannte vier „S“ für das aktuelle und künftige Handlungsprogramm für die Dortmunder Innenstadt:

S wie Sichern: Dabei geht es um die Sicherung wirtschaftlicher Existenzen – soweit dies kommunal mit Hilfe bereits laufender Programme, Fonds und weiterer Unterstützungshilfen möglich ist.

S wie Schöner werden: Dabei geht es um die bauliche Gestaltung, die weiter vorangetrieben werden muss, um Aufenthaltsinseln, Pocket Parks, eine sichtbare Weihnachtsbeleuchtung. Einiges davon ist auch eine Gemeinschaftsaufgabe mit den Gewerbetreibenden der Innenstadt.

S wie Strukturen ändern: Dabei wird es um die Frage gehen, dem Handel in den Erdgeschosslagen günstigere Mieten anzubieten. Mit Blick auf die Gesamtrendite ließe sich für die Eigentümer parallel in den oberen Geschossen die Miete erhöhen. Für OB Westphal eine der zentralen Fragen für die Zukunft der Innenstadt, die entsprechende Gespräche mit den Eigentümer nötig mache. Auch das Thema Wohnen solle in diesem Zusammenhang wieder für die City an Bedeutung gewinnen.

S wie Segmentierung: Dabei soll die City stärker in ihren Einzelteilen, einzelnen Quartieren in den Fokus genommen werden. Zum Beispiel müsse man sich Brückviertel und Rosenviertel einzeln anschauen, um so in den Teilbereichen die gewünschten Qualitätssteigerungen herbeizuführen. Die Stadt wird der City-Runde schon bald weitere Überlegungen zur Segmentierung vorstellen.

PM/Stadt Dortmund

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